Montag, 3. Mai 2010

To Bundaberg



Der Roadtrip nimmt noch lange kein Ende. Unser Mitsubishi Magna schnurrt seit kurzem wieder wie ein Kätzchen, nachdem wir Tagelang gerätselt haben, wieso es denn Bauchschmerzen hat. Der Motor gab Geräusche von sich, die sich wirklich nicht besonders gesund angehört haben. Tatsächlich hat dann Öl im Motor gefehlt, bzw. es war garkeins mehr vorhanden. Also ziemlich knapp einem Totalschaden entkommen und nochmal etwas Öl nachgefüllt. Der Motor hat mal eben fast 3l verschluckt, hoffentlich ist jetzt erstmal weng Ruhe. Dass ein so altes Teil auch mal ordentlich Öl verbraucht ist eigentlich klar, also werden wir jetzt erstmal immer wieder nachfüllen müssen.
Weiter im Text sind wir nun nach Byron Bay nach Surfers Paradise und dann bis Brisbane gefahren (siehe letzte Einträge) und dann weiter bis nach Noosa Heads.
Noosa hat einige nette Strände und ein sehr idyllisches Flair, wieder ganz anders als das gechillte Byron Bay oder die Partymeile Surfers Paradise. Brisbane war ziemlich langweilig, für eine Metropole von knapp 2 Mio. Einwohnern. Abends fortgehen ist ziemlich teuer und fällt eher uninteressant aus. Deswegen sind wir fix weiter nach Noosa, um etwas am Strand zu liegen und zu surfen. Dann nach einigen exzessiven Partynächten weiter nach Bundaberg, denn das Geld könnte schon bald wieder etwas knapp werden.
Bundaberg ist bekannt für die Schnapsbrennerei, der einzige Rum, der in Australien gebrannt wird kommt aus diesem kleinen Ort von ca 20.000 Einwohnern. Aber viel mehr verbreitet ist der Ort unter Backpackern, weil es hier mitten im Herzen von vielen Farmen liegt. Man bekommt also relativ leicht Arbeit. Es gibt im Umkreis unglaublich viele Farmen, jedoch suchen natürlich viel zu viele Leute nach Arbeit und man findet dann nicht so leicht etwas. Wir hatten etwas Pech am Anfang und etwas Glück gleich darauf. Erst sind wir in einem Hostel angekommen, da meinte der Typ an der Rezeption, dass die letzten beiden Stellen gerade vor 10 Minuten besetzt worden wären, wir sollen es doch wo anders versuchen. Ein paar Hostels weiter hat man uns an der Rezeption gefragt, ob wir denn gleich in 10 Minuten Zeit hätten, denn die würden gleich zur Arbeit fahren. Spontan wie man hier lebt, sagen wir gleich zu und landen auf einer Kartoffelfarm.
Natürlich nicht ohne etwas, sondern mit ein bischen Formularen und Papier in der Hand, können wir sofort die Arbeit antreten. Diese ist ziemlich einfach, denn wir müssen nur beim Aussäen helfen. Das bedeutet mit einem Bündel Grünzeug rumlaufen und eben diese Kartoffel"zweige" (oder wie man das auf deutsch auch nennen möchte) in den Boden zu stecken. Unangenehm für den Rücken, aber ganz gut bezahlt. Etwas unglücklich aber, dass man nur 4-6 Stunden am Tag arbeitet. Mit so wenig Arbeit wird man nicht reich, aber zumindest etwas dazuverdienen. In 4 Tagen werden wir sowieso entlassen, wenn das Feld vom Farmer dann fertig ist. Danach gehts dann weiter auf die nächste Farm.

Kurz etwas zu den Fotos:


Der Baum sieht tatsächlich so aus, als würde er aus dem Wasser ragen. Und dazu ist es noch Salzwasser, also da stimmt ja was ganz und garnicht. Tatsächlich ist der Baum bei Ebbe in einem trockenem Gebiet, und bei Flut sieht das ganze eben so aus wie auf dem Foto. Das Foto habe ich in der nähe von Brisbane gemacht, wo wir eine Nacht am See übernachtet haben. Dort sind wir auch einem türkischen Fischer begegnet. Dieser war ziemlich unterhaltsam und hat uns stundenlang Geschichten erzählt, von deutschen Autobahnen und Polizisten und Australien. Hätte uns auch sehr gerne das Fischen beigebracht, wenn wir die Zeit gehabt hätten. Bin schon am überlegen gewesen mir eine Angelrute zu kaufen, denn Angeln ist hier ziemlich angesagt - und der Fisch schmeckt so viel besser als in Deutschland.


Nachts an den Southbanks von Brisbane. Das Riesenrad ist auch Abends in Betrieb und hinter uns erstreckt sich eine Parkanlage mit öffentlichem Swimmingpool (richtig groß). Von Rechts nach Links: Tanja aus Österreich, Basti aus Freiburg und Theresa aus Fürth - und ich aus Schweinfurt ;)


Sonnenuntergang in Noosa. Es ist wirklich unglaublich, wie schlecht Kameras eigentlich sind. Das ganze sah aus, als hätte man Bunte Farben genommen und überall am Himmel verteilt. Blau ging in Lila, Pink und Gelb bis Orang über. Der deutsche Sonnenuntergang ist wirklich ein orangener Furz, verglichen mit dem, was man hier in Australien sieht... paradiesisch :)


Fragt mich bitte nicht was das ist. Ich weiß es nicht, aber es sieht einfach nur lustig aus. Glupschäugig hat es sich vor uns hinter der Mauer versteckt.


Sonnenaufgang im Hafen von Bundaberg. Bin extra um 4 Uhr Morgens aufgestanden, um dieses Foto zu machen. Die Aussicht hat sich wirklich gelohnt.

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Kommentare:

  1. das letzte bild ist echt gut, die quali der bilder hat sich schon gut gesteigert ^^

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  2. Nee... ich mache leider immer weniger Fotos :) und außerdem benutz ich auch öffter die Kamera vom Patrik, dem seine ist etwas besser.

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